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  • Zu Gast im Rathaus: Kieler Kommandeure und Befehlshaber
    Seit vielen Jahren lädt die Landeshauptstadt Kiel in unregelmäßigen Abständen leitende Bundeswehr-Vertreter zum Austausch ein, um so das gute Verhältnis zwischen Bundeswehr und Stadtverwaltung weiter zu stärken.



  • Tipps, wenn die Eltern pflegebedürftig werden
    Was zu beachten ist, wenn Kinder ihre Eltern pflegen, zeigen das PflegeNotTelefon Schleswig-Holstein und der Pflegestützpunkt in der Landeshauptstadt Kiel in einer gemeinsamen Veranstaltung am 11. Mai.




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Der Kampf hat sich gelohnt

 

Nach 13 Jahren ist Elvira Steiner mit ihren zwei Kindern endlich unabhängig von ALG II-Leistungen. Sie arbeitet als Altenpflegerin im Meritus-Seniorenzentrum Dänisch-Nienhof. Als die alleinerziehende Mutter 2000 nach Kiel-Fiedrichsort kommt, lebt sie von Sozialhilfe, da der Kindsvater keinen Unterhalt zahlt.

 

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© Jobcenter Kiel

„Aber gearbeitet habe ich immer. Erst nachts bei der Post, dann als die Kinder in den Kindergarten gingen, als Aushilfe beim Bäcker und in Privathaushalten“, erinnert sich die heute 44-jährige. Als gelernte Tischlerin findet sie keinen Job und bessert das Familieneinkommen mit Nebenbeschäftigungen auf. Angela Niebergall kennt sie schon aus dieser Zeit, betreut sie zunächst in der Sozialhilfe, dann im Jobcenter Kiel: „Frau Steiner hat trotz oder wegen der Kinder immer an ihrer beruflichen Zukunft gearbeitet und sich stetig weiter entwickelt. Das ist bewundernswert.“

 

2007 gelingt Elvira Steiner über eine Familienmaßnahme der Einstieg in den Pflegeberuf. Nach einer Qualifizierung zur Pflegehelferin wird sie 2008 zunächst auf Minijob-Basis übernommen. Elvira Steiner gefällt der Beruf und sie will mehr: „Als examinierte Altenpflegerin hätte ich die Chance endlich vom Jobcenter unabhängig zu sein.“ Sie berät ihre Pläne im Mai 2010 mit Angela Niebergall und ist über die erste Absage enttäuscht: Da sie über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügt, kommt die Förderung einer weiteren nicht in Frage. Elvira Steiner gibt nicht auf und bittet einen Teamleiter aus dem Jobcenter um Unterstützung, der früher ihr Arbeitsvermittler war. Ihr Einzelfall wird noch einmal überprüft und alle Möglichkeiten ausgelotet. Entscheidend für die Förderung ist dann vor allem die Einstellungszusage des Ausbildungsbetriebes. Oktober 2010 beginnt Elvira Steiner die Ausbildung. Für Chef Helmut Sommer, Leiter des Meritus-Seniorenzentrums in Dänisch-Nienhof, ist klar: „Frau Steiner ist eine äußerst engagierte und zielgerichtete Pflegekraft, daher auch der nichtübliche Arbeitsvertrag vor Ende der Ausbildung, denn wir brauchen dringend motivierte Fachkräfte.“ Während der Ausbildung zahlt Meritus das Gehalt und Elvira Steiner erhält vom Jobcenter das Schulgeld und aufstockende Leistungen.

 

Ihre Ausbildung schließt sie mit der Note 1,6 ab. Heute betreut Elvira Steiner im Bereich „Leuchtfeuer“ 46 Bewohner im Schichtdienst. Waschen, Anziehen, Mahlzeiten, Medikamente verabreichen und Verbände wechseln gehören genauso zu ihren Aufgaben wie ein einfühlsames Gespräch oder der Kontakt zu Familienangehörigen. Ihr heute 15-jähriger Sohn besucht das Gymnasium und die 16-jährige Tochter macht im Meritus-Seniorenzentrum eine Ausbildung zur Hauswirtschafterin. Die Organisation des häuslichen Alltags hat sie mit ihren Kindern abgesprochen. „Schließlich muss auch unser Hund versorgt werden“, lacht Elvira Steiner und plant schon weiter. „Das ist noch nicht das Ende meiner Karriere, ich möchte gern Pflegedienstleitung werden – und die Chancen stehen nicht schlecht.“ 

 

Text und Bild: © Jobcenter Kiel

 

Die vollständigen Nachrichten aus dem Jobcenter finden Sie auf der Internetseite des Jobcenters Kiel (Hinweis: Link öffnet ein neues Fenster!).

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