Ich gehe in ein anderes Blau

 

Musiktheater am 14. November im Bürgerhaus

 

Den Besuchern dürfte dieser Abend als recht farbig in Erinnerung bleiben. Am Samstag, den 14. November um 18:00 Uhr startete im Bürgerhaus Mettenhof die Musiktheater-Collage "Ich gehe in ein anderes Blau" von Claudia Piehl.

 

Plakat blau klein

 

Mit dem "Verliebt in deine Farben"-Song legte der, in orange-weiß gekleidete, Chor vor ausverkauften Haus, mit der Klavierbegleitung von Sylwia Timoti, auf der Bühne los.
Das es vor Premieren bei den Proben zu Problemen kommt, liegt nicht nur bei den Darstellern selbst, sondern auch teils in der Kommunikation mit der Regisseurin. Das es selbst bei der Begrüßung des Bürgermeisters zu diesen kommen kann, stellte das AWO-Ensemble an diesen Abend dar. Besonders die Auswahl der Farben bei der Kostümierung bereitete den Künstlerinnen im Laufe des Abends ständiges Kopfzerbrechen. Zu einem regelrechten Sängerwettstreit kam es zwischen den "Grünen Alten" und den "Silberfüchsen". Nach dem Lied "Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen" und dem traditionellem "Green Sleeves", betraten die Silberfüchse mit roter Boa und in Silber gekleidet demonstrativ die Bühne. "Es tut so gut, dass es dich gibt" ein Lied von Silbermond und den "True Colours" traten die Silberfüchse ab und die Bühne tauchte sich in grünes Licht.

 

 Alles grün

Alles blau

 

Das es nicht leicht ist, grün zu sein, bezeugten die "Grünen Alten" in dem Song "It's not easy, to be green" und mit "Nur ein Tag in der grünen Smaragdstadt" träumten sie von einer besseren Zukunft.
Aufgerüttelt wurde das Publikum mit "Ole, ole, ich erfülle das Klischee", wobei ein rot gekleideter Chor die "Grünen Alten" begleitete.
Mit den Liedern "Du bist das Beste was mir je passiert ist" von Silbermond und "Mein kleiner grüner Kaktus" und einer dazwischen liegenden Meuterei der Protagonisten auf der Bühne ging es erst mal in die Pause.

Endlich. Nach der Pause kam die lang ersehnte und ausdauernd geprobte Begrüßung der Honoratioren und sogar, besonders betont, auch die des Bürgermeisters. Die Beschreibung der Farben in Emotionen und Gefühlen wurden eindrucksvoll in ihren Charakteren und Beispielen dargestellt. Gesanglich unterstrich der AWO-Chor im Nachhinein diese Ausführungen mit "Such dir eine Farbe aus, bunt ist unsere Welt" und "Kauf dir einen bunten Luftballon". Musikalisch wurde danach die Akustik des ganzen Saales ausgenutzt, in dem alle Mitwirkenden das Publikum daran teilhaben ließen, mit "Verliebt in deine Farben".

Eine Begegnungsstätte der besonderen Art ist die Supermarktkasse. In diesem Sketch wurden die kommunikativen, hochgeistigen Gespräche dort nur durch die Lautsprecheransage des Supermarktes unterbrochen, in dem dort die jeweiligen Sonderangebote gepriesen wurden. Die mit Einkaufswagen bewaffneten in der Schlange stehenden Einkäufer brachten mit ihrem Tratsch und Klatsch das Publikum zum Schmunzeln.
Versunken im blauen Licht der Bühne wurde die "Blaue Stunde" eingeleitet. Die Gruppe "Bella Donna" kam mit einer Selbstkomposition und dem klassischen "Blue Moon" dabei voll zur Geltung. Die dazu eingebrachten Anekdoten der Darsteller gaben der Szene den letzten Schliff.

  

 

Anekdoten

 

 AWO Chor

AWO-Chor

 


Auf die musikalische Frage: Welche Farbe hat das Glück? mit französischen Text präsentiert, folgte Sinniges und Hintersinniges zum größten Teil in Gedichtform. Mit der Erklärung des Begriffs "Synästhetiker", bei dem es sich um Menschen handelt, die Malen und Singen verknüpfen können, ging es allmählich dem Finale zu. Ein Sologesang mit Chor stimmte die Künstler ein, die mit Farbpaletten auf der Bühne zu ihrer Musik ein Gemälde entstehen ließen. Das "Fix You" von 2 Chören interpretiert, setzte den Abend den abschließenden musikalischen Glanzpunkt auf.
Die Zugabe "Mein kleiner, grüner Kaktus", der Gassenhauer dieses Abends, wurde von allen anwesenden Künstlern nochmals in die Gehörgänge der Besucher gepreßt, so daß man auf dem Nachhause-Weg von diesem Ohrwurm noch lange davon gut hatte.


Ein Dank an all diejenigen die dieses Stück möglich gemacht und an den vielen Mitwirkenden, die es auf die Bühne gebracht haben.

 

Wilfried Likuski
Redaktion@mettenhof

 

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