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    Was zu beachten ist, wenn Kinder ihre Eltern pflegen, zeigen das PflegeNotTelefon Schleswig-Holstein und der Pflegestützpunkt in der Landeshauptstadt Kiel in einer gemeinsamen Veranstaltung am 11. Mai.





Müllalarm in Mettenhofer Wohnanlagen

 

In manchen Wohnanlagen wird es immer schlimmer mit der Müllentsorgung einiger Mieter.

 

Die Müllbeutel werden einfach vor die Müllbehälter geschmissen, Sperrmüll wird daneben gestellt und an Mülltrennung ist gar nicht erst zu denken. Dieses Phänomen hat in den letzten Monaten drastisch zugenommen. Gerne wird hier den Vermietern  die Schuld in die Schuhe geschoben. Doch so einfach ist das nicht. 

 

 

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Von ganz bestimmten Wohnungsbaugesellschaften ist bekannt, dass sie ihre Mieter über die richtige Müllentsorgung per Brief, Wurfsendungen oder Flyer aufklären. Also, wo liegt jetzt das Problem? Leider muss man in diesen Fällen sagen, dass die Hauptschuld bei den Mietern liegt. Aufklärungsmaterial wird vermutlich ungelesen in den Müll geworfen und zwar in den Hausmüll. Da beginnt das Drama bereits. Desinteresse, Ignoranz, Verantwortungslosigkeit und Bequemlichkeit sind hier die Hauptgründe.

 

Manche Leute lassen den Müll von ihren Kindern zu den Mülltonnen bringen. Diese sind oft viel zu klein, um an die Öffnungen heranreichen zu können. Also werden die Beutel daneben gestellt. Andere feuern aus purer Verantwortungslosigkeit ihren Abfall einfach irgendwohin, obwohl noch Platz in den Behältern vorhanden ist. Wieder andere entsorgen ihren Sperrmüll dort, weil sie keine Lust haben, den Abfallwirtschaftsbetrieb zu benachrichtigen, wie es sich gehören würde. Es ist ihnen egal, Hauptsache sie sind ihren Dreck erst mal los.

 

Noch ein Problem sind Menschen, die gar nicht vor Ort wohnen. Sie kommen nachts mit Autos vorgefahren und entsorgen ihren Müll gerne mal auf fremden Boden. Was kann man dagegen tun? Eigentlich bleibt den Mietern, die sich an die Spielregeln halten, auf der Hut zu sein und Vergehen zu melden. Oder brauchen wir tatsächlich auch hier eine Kameraüberwachung? Anscheinend gibt es Klärungsbedarf. Denn solche Zustände betreffen alle Mieter. Es werden Ratten und anderes Ungeziefer angelockt. Zudem reißen Vögel die Müllbeutel auf und verteilen alles so schön, dass man dort nicht mehr treten kann. Kein schöner Zustand. Um etwas zu ändern, muss jeder erst mal bei sich anfangen. Wenn ich alles richtig mache, kann ich andere auch gerne belehren, falls ich jemanden erwische. Nicht wegschauen aus Angst oder Ignoranz.

 

Die Redaktion des Stadtteilportals möchte gern die Meinung der Mettenhoferinnen und Mettenhofer zu diesem Thema wissen. Gibt es ähnliche Feststellungen, Veränderungsvorschläge oder aber Wohnquartiere, wo es gut klappt mit der Müllentsorgung. Mails bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

 

 

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Die meisten Wohnungsbaugesellschaften in Mettenhof haben zur Unterstützung die Firma Innotec Abfall-Management GmbH engagiert. Die Fahrer der Firma, dessen Autos schon im Stadtteil bekannt sind, räumen das weg, was Mieter liegen lassen oder unsortiert in den Müll werfen. Die Redaktion mettenhof.de hat nachgefragt bei Innotec.

 

Kümmert sich diese Firma auch um Aufklärung der Mieter? Ja, das tut sie, so weit es ihr möglich ist. Bei manchen Vermietern gibt es Aushänge in den Treppenhäusern, die mehrsprachig sind. Es wird auch Infomaterial den Hausmeistern übergeben. Die Fahrer melden größere Vergehen. Manchmal wird z. B. Restmüll in den Papiercontainer geworfen. Wenn das passiert und der Fahrer in dem Restmüll sogar noch Adressen findet, weil der Mieter auch Briefe dort entsorgt hat, dann muss der Verursacher auch mit einer nicht geringen Strafe rechnen. Es stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die  bis zu 1000 Euro Busgeld kosten kann. Innotec sagt aber auch, dass sie ja nie so viel Einfluss nehmen können, weil sie natürlich nicht an den Mietern dran sind. Das meiste läuft über die Hausmeister.

 

Text und Fotos: Heidi Venker, Redaktion mettenhof.de

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