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50 Jahre Mettenhof

NDR Bericht spricht über einen gescheiterten Stadtteil

 

Der Stadtteil Mettenhof - eine wechselhafte Geschichte über 50 Jahre mit Höhen und Tiefen - mit unterschiedlichen Wohnquartieren für fast 20.000 Menschen mit über 5000 Kindern und Jugendlichen, aber keinesfalls ein Stadtteil, der gescheitert ist. Eine bestimmte Form der Bebauung mag gescheitert sein - mehr aber nicht. Und ohne die zahlreichen von der Größe her familiengerechten Wohnungen im Stadtteil Mettenhof müsste man heute die Wohnungspolitik in der Landeshauptstadt Kiel vielleicht als gescheitert bezeichen.

Das überaus engagierte Netzwerk Mettenhof freut sich auf das Jubiläum. Viele Vorbereitungen laufen. Gerade der Rückblick auf die letzten 10 Jahre macht deutlich, dass die Berichterstattung des Schleswig-Holstein Magazins nicht gefallen kann. Der Bericht ist in der Mediathek noch zu sehen.

Auch die vielen positiven Veränderungen im letzten Jahrzehnt kommen in dem Bericht nicht zur Sprache. Man muss den Eindruck haben, dass hier überwiegend ein bekanntes Vorurteil zu Wohnsiedlungen dieser Art bedient werden sollte. Vielfältige erfolgreiche  Bemühungen zahlreicher Menschen vor Ort wurden offensichtlich bewußt ausgeblendet, damit das Vorurteil bestätigt werden kann. Das ist ein Niveau, dass dem SH- Magazin eigentlich fremd sein sollte.

Es gibt viele Reaktionen - stellvertretend ist die Stellungnahme eines Mettenhofers unter weiterlesen veröffentlicht.

 

Heinz-Bruno Wunsch

Redaktion mettenhof.de  

 

 

Weißer Riese 2015 

 

 

 

Heidenberger Teich und Weißer Riese / Foto wolfgang mann

50 Jahre Mettenhof ….

und wie der NDR daraus einen negativ behafteten Bericht gemacht hat.

 

Am 22. 3. hat der NDR in seiner Regionalsendung „Schleswig-Holstein Magazin“ einen Bericht zum 50-jährigen Jubiläum unseres Stadtteils gebracht, der in weiten Teilen einen derart negativen Anstrich hatte, dass viele Mettenhofer Bürger erschrocken waren und sich dadurch diskriminiert fühlten.

Der Bericht wurde anmoderiert mit den Worten, dass man über die A215 kommend zuerst das Bild von Mettenhof sehen würde, was keinesfalls dazu angetan wäre über die Stadt Kiel ein positives Bild zu vermitteln.

Als jemand, der viele Jahre diese Strecke gefahren ist und dieses Bild vor Augen hat, sehe ich das anders!

Was gibt es Schöneres als 1. Eindruck einer Stadt als den Anblick unseres Stadtteils in strahlendem Sonnenschein (evtl. noch bei Rapsblüte)?!

Es folgten Filme und Fotos aus den Anfangsjahren, beginnend 1967, die die Historie von Mettenhof kurz umreißen sollten.

Die Interviews zum Thema stammten aus den Jahren bis 1979. Sie nahmen Bezug auf damalige Missstände.

Zum Beispiel fehlende Einkaufsmöglichkeiten - der erste Supermarkt wurde der Not gehorchend in einer Tiefgarage eröffnet. Als heutiges Beispiel wurde kurz die kleine Einkaufspassage am Jütlandring gezeigt.

Kein Wort über unser jetziges, modernes, und wie ich meine, Kiels größtes Stadtteil-Einkaufszentrum!

Es wurde berichtet, dass es Müttern schwer gefallen ist, aus dem x-ten Stock eines Hochhauses die Kinder auf dem Spielplatz zu beobachten, und dass es den Kindern verboten gewesen wäre, allein ohne Begleitung die Fahrstühle zu benutzen.

Dazu muss man sagen: WIR in Mettenhof haben Spielplätze! Haben die Wohnstraßen in der Kieler Innenstadt das auch?

Kein Wort über die großzügig angelegten Spiel- und Sportplätze am Heidenberger Teich!

Kein Wort über die zahlreichen Schulen und Kindergärten in unserem Stadtteil!

Und von dem Fahrstuhlverbot für Kinder ist mir nichts bekannt!

Spielkameraden meiner Kinder wohnten in diesen Häusern und haben alle die Fahrstühle benutzt!

 

 

Da hilft es auch nicht, dass Herr Reyer, langjähriger Bewohner Mettenhofs, dessen Frau Silke Reyer sich so für den Stadtteil engagiert hat, dass ein Weg nach ihr benannt wurde, ab und zu einige positive Aspekte des Wohnens darzustellen konnte.

Der Bericht gipfelte darin, dass ein Architekt einen Bericht über den Abriss von Hochhäusern in New Orleans einstreute und von Bausünden und gescheiterten Wohnprojekten sprach!

Es gibt Wohnviertel wie Mettenhof in vielen großen deutschen Städten, viele mögen gescheitert sein, aber unser Stadtteil ist es nicht!

Es gibt viele Möglichkeiten hier seinen Freizeit zu gestalten, es gibt ein Vielzahl von Kulturangeboten über das Jahr verteilt, Mettenhofer Feuerzauber, Stadtteilfest, Mettenhofer Literaturfrühling, Mettenhofer Kulturtage, um nur einige zu nennen.

Wir haben sogar eine eigene ehrenamtlich gestaltete Homepage (www.mettenhof.de) auf der jeder sich über Aktuelles informieren kann!

Hier leben eine Vielzahl von Menschen, die sich hier wohlfühlen und gerne hier leben!

Es sind Menschen vieler Nationen und unterschiedlichen sozialen Standes – z.T. auch mit geringem Einkommen! Aber „arm sein bedeutet nicht, asozial zu sein!“ (Zitat Claudia Fröhlich – Stadtteilbüro Mettenhof).

Dieser Stadtteil hat sich in den 50 Jahren seines Bestehens von einer Neubauwüste entwickelt zu einem lebendigen Stadtteil mit all den Facetten des täglichen Lebens.

Wir Mettenhofer wohnen gerne hier und sind stolz auf unseren Stadtteil und auf negative Darstellungen durch Leute, die – so scheint es – unseren Stadtteil nur vom Hörensagen kennen, brauchen wir nicht!

Die Damen und Herren des NDR sind herzlich eingeladen sich einmal persönlich in unserem Stadtteil umzuschauen und danach ihre Meinung neu zu bilden oder noch mal zu überdenken – aber solche unqualifizierten Berichte braucht in unserem Stadtteil kein Mensch!

wolfgang mann

 

 

 

 

 

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