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    Seit vielen Jahren lädt die Landeshauptstadt Kiel in unregelmäßigen Abständen leitende Bundeswehr-Vertreter zum Austausch ein, um so das gute Verhältnis zwischen Bundeswehr und Stadtverwaltung weiter zu stärken.



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    Was zu beachten ist, wenn Kinder ihre Eltern pflegen, zeigen das PflegeNotTelefon Schleswig-Holstein und der Pflegestützpunkt in der Landeshauptstadt Kiel in einer gemeinsamen Veranstaltung am 11. Mai.




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Manchmal sieht man den Wald vor lauter „Schildern“ nicht mehr

 

Nach dem Hauptschulabschluss und einer Ausbildung zum Teilezurichter hat der heute 47-jährige Stefan Gellusch in diversen Firmen als Schlosser, Schweißer und LKW-Fahrer gearbeitet. Die meiste Zeit davon war er in der Lagerund Logistikbranche beschäftigt. Durch einen Bandscheibenvorfall wurde Stefan Gellusch von heute auf morgen arbeitslos. Nach erfolgter Reha ging es zunächst einmal darum, eine angemessene Beschäftigung zu finden.

 

 

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© Jobcenter Kiel

 

Stefan Gellusch durchlief einige Arbeitsgelegenheiten, war unter anderem ehrenamtlich bei der Stadtmission Kiel als „Hausmeister“ tätig, machte kleinere Möbeltransporte und fuhr LKW für das Rote Kreuz. Doch der Wiedereinstieg in eine dauerhafte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wollte nicht gelingen und Stefan Gellusch war langzeitarbeitslos.

 

Doch dann kam die Wende. Der Arbeitgeber Uwe Voss meldete sich auf der Suche nach einem Metallhelfer beim Jobcenter Kiel. „Ich habe bereits in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit der Einstellung von langzeitarbeitslosen Menschen gemacht“, berichtet Uwe Voss, Inhaber der Guss-Schilder-Fabrik Pürschel in Flintbek. „Einer meiner Mitarbeiter bekam bei mir nach Jahren der Arbeitslosigkeit die Chance als Metallhelfer anzufangen.“ 7 Jahre dauerte die Zusammenarbeit an, bevor sein Mitarbeiter aufgrund eines Herzinfarktes überraschend verstarb.

 

Es dauerte nicht lange und das Jobcenter Kiel stellte den Kontakt zu Stefan Gellusch her. Dieser absolvierte ein 2-wöchiges Praktikum und wusste zu überzeugen. „Es war schön wieder gebraucht zu werden und Wertschätzung zu erfahren“, sagt Stefan Gellusch mit einem Lächeln im Gesicht. „Stefan überzeugte mich mit seinem handwerklichen Geschick und seiner ruhigen Art. Er passt vom Typ einfach gut in unser kleines familiär geprägtes Unternehmen“.

 

 

Zu seinen Aufgaben gehören das Gießen, das Formen und das Schleifen von Werbe- und Typenschildern für Unternehmen aus der Industrie und dem Maschinenbau. Ein Jahr ist seit der Einstellung von Stefan Gellusch vergangen. Täglich nutzt er Bus, Bahn – den Rest geht er zu Fuß – und nach Feierabend das Ganze nochmal. „Da kommen am Tag 2,5 Stunden zusammen, aber die sind es mir wert“, sagt Stefan Gellusch. Um die fehlende Berufspraxis und die gesundheitlichen Einschränkungen auszugleichen erhielt der Arbeitgeber Uwe Voss einen Eingliederungszuschuss von Seiten des Jobcenters Kiel.

 

Der Förderzeitraum endete am 12. November und Stefan Gellusch wurde bereits vor einem halben Jahr unbefristet übernommen. „Bei mir kann Stefan alt werden, wenn er es möchte“, sagt Uwe Voss und ergänzt, „die Firma ist auch schon durch schwierige Zeiten gegangen, aber entlassen musste ich noch keinen. Wir gehen gemeinsam durch gute und durch schlechte Zeiten.“

 

Text und Foto: © Jobcenter Kiel 

 

Die vollständigen Nachrichten aus dem Jobcenter finden Sie auf der Internetseite des Jobcenters Kiel (Hinweis: Link öffnet ein neues Fenster!).

 



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