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    Was zu beachten ist, wenn Kinder ihre Eltern pflegen, zeigen das PflegeNotTelefon Schleswig-Holstein und der Pflegestützpunkt in der Landeshauptstadt Kiel in einer gemeinsamen Veranstaltung am 11. Mai.





Metti und die liebe Nachbarschaft

Moin moin Herr Metten

Na alles gut?

Jo jo Frau Hofen

Moin erst mal. Ach was hab ich bloß verbrochen?

Was ist denn schon wieder los? Haben Sie schlecht geschlafen?

Ja, das kann man wohl sagen. Kein Wunder bei dem Lärm immer bei uns im Haus. Tag und Nacht immer nur Remmi Demmi. Das hälste ja nicht aus.

Ach was, wer macht denn da immer Krach?

Na wer schon? Sie wissen schon, unsere lieben Mitbürger mit Gratifikationshintergrund. Aber man darf ja nichts sagen, dann ist man ja immer gleich selbst der Dumme.

Metti, Sie meinen Menschen mit Migrationshintergrund. Und wenn das so ist, dann darf man auch was sagen. Reden Sie denn mit den Leuten?


 

 

 Metti und Frau Hofen

Metti und Frau Hofen 

 

Ne, ich bin doch nicht lebensmüde. Da wirst ja gleich bedroht.

Ach so ein Unsinn. Wenn Sie nicht mit ihnen reden, ändert sich auch nichts. Es sind Menschen, wie Sie. Vielleicht wissen die gar nicht, dass sie ihre Mitmenschen stören.

Ich glaube, dass Sie Vorurteile haben.

Nö, hab ich nicht. Ich bin ja hier der Leidtragende, das wollen wir mal festhalten.

Herr Metten, es gibt immer eine Lösung. Man muss nur miteinander reden. Und übrigens sind Menschen, nur weil sie einen Migrationshintergrund haben, nicht gleich schlechte Nachbarn. Es gibt überall immer gute und schlechte Leute, da ist es egal, wo jemand herkommt.

Ist es nicht. Was wollen Sie denn machen, wenn die Sie nicht mal verstehen. Da kannst Dich ja nicht mal richtig fetzen. Und wenn das schon so weit ist, dass Streiten nicht mal mehr Spaß macht, denn ist doch alles zu spät.

Na das wünschen Sie sich mal lieber nicht Herr Metten. Das hatte ich mal, als ich noch in Berlin gelebt habe. Und das waren deutsche Nachbarn. Von denen ist die ganze Nachbarschaft schikaniert worden. Von denen wurden wir alle ständig belauert. Und es hagelte Anzeigen, weil die sauer waren, dass wir nicht nach ihren Vorstellungen gelebt haben. Da ist natürlich nie was bei rum gekommen, aber es war nervenaufreibend und sehr anstrengend.

   

Na, da sagen Sie was. So einen kenne ich auch, der wohnt gleich um die Ecke. Der meckert auch nur rum. Reden zwecklos, weil der immer Recht hat. Mit dem will ich lieber nichts zu tun haben.

Sehen Sie, Herr Metten, solche Menschen gibt es überall. Reden Sie mit Ihren Nachbarn und klären Sie das. Wenn dann alles nichts nützt, kann man sich immer noch beim Vermieter beschweren. Und die meisten Migranten sprechen immer schon ein bisschen Deutsch. Man findet einen Weg, wenn man will.

Ja, wenn Sie das sagen, dann muss es ja wohl stimmen. Ich versuch mal mein Glück. Aber wehe, das klappt nicht, dann hetze ich die Ihnen auf den Hals.

Ach, das wird schon Herr Metten. Viel Glück und einen schönen Tag.

Jo jo, auch so Frau Hofen. Und tschüß.

(Leise sagt Metti: Hat die alte Schachtel doch wieder mal Recht)

Text: Heidi Venker Redaktion mettenhof.de

Bild: Verena Raza

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