8. Stadtgespräch der Landeshauptstadt Kiel

Betreuung der Geflüchteten in Mettenhof auf gutem Weg

8. Stadtgespräch der Landeshauptstadt Kiel

 

Zum 8. Stadtgespräch hatte die Landeshauptstadt Kiel in das ökumenische Gemeindezentrum im Birgitta-Thomas-Haus eingeladen und über 100 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung. Diese beeindruckende Besucherzahl war schon erfreulich genug. Erfreulich war aber auch, dass Menschen mit und ohne Migrationshintergrund der Einladung gefolgt waren.

 

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Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer war den Gästen sehr dankbar, dass sie durch ihr Erscheinen ihr starkes Interesse für die Flüchtlingsarbeit in Kiel und insbesondere in Mettenhof zeigten. Sozialstadtrat Gerwin Stöcken erinnerte an den Anfang der „Flüchtlingskrise“ und schilderte, wie schwer es damals gewesen war, die vielen Schutzbedürftigen menschenwürdig unterzubringen und ausreichend zu betreuen. Dank der überwältigenden Hilfe sozialer Einrichtungen und vieler Männer und Frauen aus Kiel und dem Umland gelang es, der unerwarteten Herausforderung gerecht zu werden. Heute konnte Gerwin Stöcken feststellen, dass es gelungen ist, dass die Menschen aus fremden Ländern ankommen konnten und als Nachbarn und Mitmenschen anerkannt sind. Stöcken verhehlte nicht, dass für alle, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren, noch ein großer Berg von Arbeit zu bewältigen ist. Gilt es doch, für ausreichenden Wohnraum zu sorgen, eine gute Sprachausbildung zu organisieren, Arbeitsplätze zu schaffen und die Kinder und Jugendlichen in Kindertageseinrichtungen und Schulen zielgerichtet an das deutsche Bildungssystem heranzuführen.

 

 

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Nach der Einführung hatten Mettenhofer Institutionen Gelegenheit über ihre Arbeit zu berichten. Die Polizei, die Stadtteilkonferenz, die Kindertagesstätte Sibeliusweg, die Thomas Gemeinde, die Fahrradwerkstatt und noch viele andere trugen ihre Erfahrungen und Pläne vor. Deutlich wurde, wie schwierig die Arbeit ist, aber auch wie große Freude sie bereitet. Dank der hohen Einsatzbereitschaft aller Beteiligten wird das Ziel, den Geflüchteten den Weg zu einer erfolgreichen Integration zu ebenen, gelingen. Es wurde auch der Eindruck vermittelt, dass unsere neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger in großen Teilen zur aktiven Mitarbeit bereit sind und wissen, dass diese Mitarbeit unabdingbar ist, um in der neuen Heimat anzukommen.

 

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In mehreren Fragerunden hatten die Zuhörer Gelegenheit, ihre Probleme zu schildern, Fragen auch zu Einzelfällen zu stellen oder über ihre Erfahrungen zu berichten. Da ging es um Probleme bei der Wohnungssuche, Sportstätten zu finden, bei der Arbeitsvermittlung behilflich zu sein und nicht die Menschen zu vergessen, die keine Bleibeperspektive in Deutschland haben. Erfreulich, auch die Migrantinnen und Migranten stellten Fragen und schilderten ihre Befindlichkeit. Sowohl unser Oberbürgermeister als auch unser Sozialdezernent versuchten Antworten auf die vielen Fragen zu geben. Manches Problem konnte durch die Antworten sofort erledigt werden. In anderen Fällen wurde der Sachverhalt mit dem Versprechen aufgenommen, sich der Sache anzunehmen.

 

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Nach zwei Stunden konnte Dr. Ulf Kämpfer seine Zufriedenheit über den Verlauf und das Ergebnis der Informationsveranstaltung nicht verbergen. Gerwin Stöcken – ein Mettenhofer Bürger – war ein wenig Stolz auf seinen Heimatstadtteil. In Mettenhof, so der Sozialdezernent, ist der Weg zur Integration gelebte Praxis. Die Gäste waren sehr zufrieden mit dem Ablauf der interessanten Veranstaltung, die sehr gut vorbereitet und straff durchgeführt wurde.

Text: Heinz Pries

Bilder: Landeshauptstadt Kiel, Dezernat für Soziales, Gesundheit,Wohnen und Sport