Gesichter Mettenhofs - Cai-Uwe Lindner

Gesichter Mettenhofs

Menschen, die Mettenhof braucht: „Cai Uwe Lindner“

Cai-Uwe Lindner ist der Mann, der die Mettenhofer Kulturtage in unseren Stadtteil gebracht hat. Die Idee hierzu kam ihm 2006. Einerseits gab es zu der Zeit nur wenige Kulturangebote in unserem Stadtteil, wie z.B. auf Hof Akkerboom, in der Stadtteilbücherei und bei Schulveranstaltungen. Andererseits war seine Überlegung, dass man ja nicht immer erst in die Kieler Innenstadt fahren muss, um Kultur erleben zu können.
 

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 Cai - Uwe Lindner

Lindner ist der Meinung, dass die Mettenhofer Kulturtage bereits eine nennenswerte Außenwirkung erzielt und den Stadtteil damit natürlich auch weiter aufgewertet haben. Kultur brachte man bislang nicht mit Mettenhof in Verbindung. Das hat sich geändert und man merkt es deutlich an dem Interesse der Leute, sowohl als Akteure, wie auch als Gäste, an den Kulturtagen teilnehmen zu wollen.

Bei allem Erfolg der Mettenhofer Kulturtage findet es Lindner allerdings etwas schade, dass sich Menschen mit Migrationshintergrund kaum an den Kulturtagen beteiligen. Vielleicht muss hier noch die Bereitschaft und das Interesse weiter wachsen. Hier und da haben sich ja bereits Menschen aus dem osteuropäischen Raum und aus dem Irak beteiligt. Man wird sich weiter annähern müssen und das braucht eben Zeit.

So lange sich Mettenhof auf das Wirken von Lindner verlassen kann, wird es wohl in Zukunft noch bunter und unterhaltsamer werden. Neue Ideen gibt es jedenfalls auch schon für die nächsten Mettenhofer Kulturtage. Wir dürfen gespannt sein, was uns Lindner gemeinsam mit seinen Mitstreitern aus der Arbeitsgemeinschaft in diesem Jahr präsentieren werden. Ein weiteres Projekt, der 2. Mettenhofer Literaturfrühling, steht ja bereits auch schon in den Startlöchern.

Aber wie macht Cai-Uwe Lindner das nur? Schließlich ist er ja nicht nur der Organisator der Mettenhofer Kulturtage, sondern seit kurzem auch noch Vorsitzender des Ortsbeirates in Mettenhof. Kultur und Politik sind anscheinend „sein Geschäft“. Ja, aber nicht nur, denn er hat auch noch einen Hauptberuf bei der Bundeswehr. Lindner ist ein Allrounder, wie er im Buche steht.

Übrigens war Lindner von 1990 bis 1994 schon einmal Vorsitzender des Mettenhofer Ortsbeirats. Danach war er 14 Jahre lang Mitglied der Ratsversammlung in Kiel und verfügt dadurch über weitreichende Erfahrungen, um die politischen Geschicke des Stadtteils zu lenken. Der Ortsbeirat ist der Ort, wo alle großen und wichtigen Entscheidungen für den Stadtteil, wie z.B. die Erweiterung des Einkaufszentrums oder der Neubau einer Sporthalle, beraten werden müssen. Das bedeutet allerdings nicht, dass große politische Entscheidungen im Ortsbeirat getroffen werden können. Die letzte Entscheidung trifft immer die Stadt. Lindner sieht den Ortsbeirat deshalb auch mehr als Mittler zwischen den Bürgern des Stadtteils und der Stadt Kiel. Dennoch muss der Ortsbeirat für wichtige Anliegen des Stadtteils in der Ratsversammlung und in der Stadtverwaltung kämpfen. Dafür braucht man sehr gute Argumente und die hat Lindner ganz bestimmt.

 

 

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Die Dinge, die den Bürgern auf der Seele liegen, können im Ortsbeirat vorgetragen werden. Doch bei solchen Anliegen sollten die Bürger schon genau schauen, ob sie ihre Beschwerden, Bedürfnisse usw. nicht erst mal selbst regeln können. Manchmal bedarf es ja nur eines Anrufs bei der Stadtverwaltung, um einen Missstand aus der Welt zu räumen.

Alles im allen bleibt die Frage, wie schafft Lindner das nur alles?

Für alle seine Aktivitäten im Stadtteil, opfert er ja seine Freizeit, die natürlich von Beruf und Familie begrenzt ist. Wer aber glaubt, dass es das schon war mit der Dynamik eines Cai-Uwe Lindner, der irrt sich. Seine Energie ist scheinbar unerschöpflich und er hat daneben noch mehr Talente vorzuweisen.

Da wäre z. B. noch der Mettenhofer Literaturfrühling, den wir ihm zu verdanken haben, und wo er auch selbst aktiv dabei ist. Schreiben kann er also auch noch? Ja, das kann er sogar sehr gut. Aber es wäre ja nicht Lindner, wenn da nicht noch mehr Talente in ihm schlummern würden. Zeichnen und malen kann er auch noch.

Der Volksmund würde ihn mit Sicherheit liebevoll als „Hans Dampf in allen Gassen“ bezeichnen. Zum Schluss bleibt eigentlich nur noch zu sagen, wie bereits am Anfang erwähnt: Menschen, wie Cai-Uwe Lindner braucht unser Mettenhof.

Text / Foto: © Heidi Venker, Redaktion mettenhof.de

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