Vorgestellt: Hartmut Schmidt - Schiedsmann für Mettenhof und Hasseldieksdamm

Hartmut Schmidt

 

Alter und neuer Schiedsmann für Mettenhof und Hasseldieksdamm

 

Im September dieses Jahres wurde H. Schmidt von den Ortsbeiräten Mettenhof und Hasseldieksdamm wieder für weitere 5 Jahre als Schiedsmann gewählt. Eine gute Wahl, denn H. Schmidt verfügt über einen sehr großen Erfahrungsschatz. Er übt dieses Amt bereits seit Dezember 1996 aus. Zudem ist er als ehrenamtlicher Richter (Schöffe) tätig.

 

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Die Aufgaben des Schlichters haben sich in den letzten Jahren allerdings stark verändert, sagt H. Schmidt. Das hängt damit zusammen, dass die Vermieter der Wohnungsvermietungsunternehmen in Mettenhof sich intensiver mit den nachbarlichen Wohnproblemen ihrer Mieter auseinandersetzen und diesen, durch firmeneigene Ansprechstellen, die Durchsetzung der jeweiligen Hausordnung ermöglichen. Aufgrund dieser Maßnahmen werden Streitfälle unter Mietern meistens schneller befriedet. Mit den vorgenannten Fällen hatte sich Schiedsmann H. Schmidt am häufigsten beschäftigen müssen.


Das „Hauptgeschäft“ in den Schlichtungsverfahren im Schiedsamt Hasseldieksdamm/Mettenhof besteht heutzutage auf dem Gebiet bei strafrechtlichen Delikten wie: Beleidigung, Bedrohung, leichte Körperverletzung, Verletzung des Briefgeheimnisses und Sachbeschädigung. H. Schmidt ist auch bei Zivilstreitigkeiten wie: Hausfriedensbruch, Grenzstreitigkeiten, Überhang (Äste, Wurzeln), Überfall (Früchte, Laub), Immissionen (Gerüche, Lärm, Licht) und Höhe der Pflanzen in Grenznähe zuständig. Halt die vorgenannten Gründe im „guten,  alte Nachbarschaftsstreit“.


Für Mettenhof  ist H. Schmidt allemal ein Gewinn, denn er kennt alle Schwächen und Stärken des gemeinsamen Zusammenlebens in unserem Stadtteil. Für ihn ist der Kiez Mettenhof auch kein Stadtteil mit sozialen Brennpunkten, sondern ein Stadtviertel wie jedes andere in Kiel. Doch leider haben noch nicht alle Bürger der Landeshauptstadt Kiel - außerhalb Mettenhofs – dieses verinnerlicht.

 

H. Schmidt ist pensionierter Soldat, doch von Ruhestand kann keine Rede sein. Immer noch engagiert er sich ehrenamtlich als Reservist bei der Bundeswehr. Sogar bei Auslandseinsätzen in Afghanistan als Soldat und Peer (Hilfe für die Helfer bei vorhergehenden schweren Ereignissen) stand er seinen Kameraden bei „Großschadensereignissen“ zur Seite. Trotz der vielen, eigenen seelisch belastenden Erlebnisse, legt er Kraft und Energie in dieses Ehrenamt. Man kann sich denken, dass das ein Privatleben teilweise durch das Engagement beschnitten ist.

 

Mit 60 Jahren will H. Schmidt aber das ein oder andere Engagement einschränken und sucht für das Schiedsamt in Mettenhof einen jungen Nachfolger, den er bis zum Ende seines Amtes als Schiedsmann einarbeiten kann, damit er sich auf sein Familienleben stärker fokussieren kann.


Das sei ihm von Herzen gegönnt. Doch trotzdem können sich unsere Bürger des Stadtteiles freuen, dass ihnen weiterhin so einen engagierten Mann zur Schlichtung von Streitfälle zur Seite steht.


Text und Foto: © Heidi Venker, Redaktion mettenhof.de

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