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5. Literaturfrühling - Plattdüttsche Lesung mit Hein Timm

Plattdüttsche Lesung mit Hein Timm

 

Heute am 13.04.2016 um 15:00 Uhr erschien Hein Timm pünktlich im Stadtteilcafé der AWO. Der Raum, in dem die Lesung stattfand, war bereits gut gefüllt. Alle warteten gespannt darauf, was H. Timm wohl heute im Gepäck hatte.
Hein Timm, wie immer locker, flockig legte auch gleich in seiner so typischen Art los.
Er hatte es heute nicht so mit Überschriften und langen Erklärungen, sondern las etwas querbeet. Das war auch sehr angenehm, weil so von ihm selbst etwas auf die Zuhörer übersprang.
Zuerst erzählte er stolz, dass der Mettenhofer Krink im nächsten Jahr 40 Jahre alt wird.
Dann kam er auf das Alter zu sprechen. Heute ging ihm ja auch einiges ein bisschen durcheinander, was vielleicht auch mit seinem Alter zu tun hatte. Doch er meinte, dass seine Schwester auch davon betroffen sei. Die hatte gerade eine O.P. hinter sich, ließ sich eine Metallplatte aus der Hand entfernen, um sich gleich darauf die Hand wieder so zu verletzen, dass sie am selben Tag wieder genäht werden musste. Das erzählte er auf Platt.

 

 

 

Hein Timm 2016
 

 

Hein Timm

 

Jetzt folgte aber ein Gedicht von Theodor Storm über den Frühling auf Hochdeutsch.
Danach ging es mit einer Geschichte über eine Frau, die sich ein neues Kleid im Frühling kaufen wollte, auf Platt weiter.
Dann ging es auf Platt um eine Geschichte, die er aus einer Zeitung eines Stromanbieters hatte. Ein Mann klingelte bei Leuten, die ihn nicht reinlassen wollten, weil sie nichts kaufen würden. Mit viel hin und her machten sie ihm klar, dass er gehen sollte. Als alle sich beruhigt hatten, sagte er kleinlaut, er komme von den Stadtwerken und wolle den Strom ablesen.

Wilhelm Busch kam auch noch dran mit Gedichten über den Frühling, dem Rotkehlchen und dem Spatz. Diese wurden wieder hochdeutsch gelesen. Hochdeutsch ging es weiter mit einer Geschichte aus alter Zeit, die auf einem Bauernhof spielte.

Doch dann zitierte er eine plattdeutsche Geschichte, die er in der KN gefunden hatte. Es ging um den Exer und die Kindheit. Kinder spielten damals noch mit einem Brummkreisel, Tauspringen und die Jungs spielten Soldat. Früher, als es noch das Hutgeschäft dort gab aber auch bereits den Wochenmarkt. Da kamen Erinnerungen bei den meist älteren Besuchern hoch. Einige waren sogar sehr gerührt.

Dann folgte noch ein Märchen aus China, allerdings wieder hochdeutsch und eine Geschichte über einen Mümmelmann auf platt. Dann ging die Lesung mit einigen kleinen Geschichten auf Platt- und Hochdeutsch langsam zu Ende. Ein bisschen Ostpreußisch kam noch dazu.


Hein Timm möchte nicht nur die Plattdeutsche Sprache erhalten, sondern auch das Ostpreußische, weil beides von jungen Leuten nicht mehr gesprochen wird. Langsam sterben diese Sprachen aus, befürchtet Hein Timm, weil auch die Menschen langsam gehen, die sie einst hoch gehalten haben.


Auch wenn heute alles etwas anders und durcheinander war, so war es trotzdem toll, weil man so das Gefühl hatte, man unterhält sich mit Hein Timm und zwar meistens auf Plattdeutsch.

Text und Fotos: Heidi Venker Redaktion mettenhof.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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