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Metti und die Flüchtlinge

Metti und die Flüchtlinge

 

Hallo Herr Metten, Sie sehen heute ja gar nicht fröhlich aus. Was ist denn passiert?

 

Ach Frau Hofen, ich mache mir schwere Sorgen um unser Mettenhof und um unser Land. Haben Sie mal darauf geachtet, wie viele Ausländer wir hier haben und wie viele Flüchtlinge noch kommen sollen? Das geht doch nicht. Wo bleiben wir denn dann noch?

 

Ach Herr Metten, wir leben doch schon so lange mit so vielen verschiedenen Menschen hier zusammen. Das hat Sie doch bisher auch nicht gestört.

 

Na ja, aber jetzt kriege ich es eben mit der Angst zu tun. Wo sollen die denn alle hin?
Und was das alles kostet. Mensch das sind doch alles unsere Steuergelder.

 

Also Herr Metten, Sie bezahlen doch gar keine Steuern. Obwohl ich ja der Meinung bin, dass Sie noch etwas arbeiten könnten.

 

Ne ne, Frau Hofen, das sehen Sie falsch. Ich habs ja im Rücken und kann ja auch nichts mehr heben oder tragen. Außerdem hab ich schon genug eingezahlt, jedenfalls früher mal.

 

Metti und Frau Hofen 

 

 

Na das, lieber Herr Metten, haben Sie selbst ja schon lange wieder aufgebraucht. Und viele Bierflaschen sind auch schwer. Die können Sie doch noch ganz gut tragen.

 

Ach Mensch Frau Hofen, nun lenken Sie aber vom Thema ab. Ich hab ja nur Angst, dass die vielen Fremden wieder nicht so gut installiert werden. Und denn haben wir das Malheur.

 

Metti, Sie meinen integriert. Sicher gibt es noch immer zu viele Menschen, die nicht gut integriert sind. Aber wer ist denn daran Schuld? Das ist doch wohl eine Sache, die wir alle verschlafen haben. Sowohl die Politik, die Migranten selbst, als auch wir.

Das muss man noch mal ändern. Aber dann müssen wir alle etwas dafür tun.

 

Ja ja, Frau Hofen, Sie haben ja auch immer gut Reden. Ich habe erst gerade jetzt wieder im Fernsehen einen Wissenschaftler gehört, der gesagt hat, dass wir Deutschen allmählich aussterben. Das ist doch grausam. Stellen Sie sich mal vor, wie das hier ist, wenn wir alle nicht mehr da sind?

 

Metti Metti, Sie sind mir schon einer. Die Migranten, Asylanten, Flüchtlinge usw. sind doch nicht Schuld daran, dass die Deutschen aussterben. Sie haben nicht genug Nachwuchs produziert und das ist das Ergebnis. Aber ich glaube fest daran, dass das Leben sich seinen Weg sucht, auch das Deutsche.

 

Ja, aber Frau Hofen, was wird denn mal mit unseren Kindern und deren Kindern?

Ob die hier denn noch mal glücklich werden? Das kann ich mir nicht vorstellen.

 

Das glaube ich aber schon, Herr Metten. Sie werden klüger sein als wir. Sie werden ganz anders damit umgehen und ganz selbstverständlich akzeptieren, dass es außer deutsche Menschen auch noch andere Völker gibt , mit denen man gut und friedlich zusammen leben kann. Es ist doch eine schöne Vorstellung, in einem Land zu leben, das so bunt, vielfältig und tolerant ist. Wenn es keine Migranten hier gäbe und die Deutschen aussterben würden, dann möchte ich dieses Land lieber nicht sehen. Brachland, das kahl und leer ist. Alles wäre verwaist und tot.

Das finde ich grausam.

 

 

 

Mann oh Mann Frau Hofen, da ist was dran. Wenn ich Sie manchmal nicht hätte und die kleinen Kartoffeln, dann würde ich aber auch oft ganz schön blöde dastehen.

 

Einsicht ist immer gut Herr Metten, auch wenn sie spät kommt. Außerdem habe ich im Fernsehen gesehen, was die armen Flüchtlinge alles erleiden und erdulden müssen. Das kann man sich nicht vorstellen. Wir sollten froh und dankbar sein, dass wir bis jetzt keinen Krieg erlebt haben. Stattdessen sollten wir die Menschen, die vor dem Krieg auf der Flucht sind, herzlich willkommen heißen. Und wer kann, sollte auch seine Hilfe anbieten. Wir beide haben doch Zeit Herr Metten. Wie wäre es denn, wenn wir Flüchtlingskindern Deutsch beibringen würden?

 

Oh ha, Frau Hofen, das ist ja gerade nicht so ganz mein Fall. Nachher sprechen die alle so, wie ich. Und denn würden sie uns alle mit Moin begrüßen. Das würde ich ihnen nämlich zuerst beibringen hi hi hi…….

 

Ach das wäre doch nett Herr Metten. Aber wenn Ihnen das nicht liegt, können Sie auch was anderes machen. Da gibt es bestimmt genug. Wir haben ja auch ein Stadtteilbüro oder das Rote Kreuz oder die AWO, wo man mal fragen könnte.

 

Mensch oh Mann Frau Hofen, da hab ich mir ja wieder was aufgebürdet. Das muss ich erst mal in aller Ruhe verkraften. Ich geh jetzt nach Haus und nehm einen Lütten, damit ich mich beruhigen kann. Tschüss Frau Hofen.

 

Bis demnächst Herr Metten. Und immer einen klaren Kopf bewahren.

 

 

 

Text: Heidi Venker Redaktion mettenhof.de

 

 

 

 

 

 

 

 

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