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Schau doch mal rein

„Schau doch mal rein“ - eine inklusive Theaterperformance

auf Hof Akkerboom

Einer „Begegnung“ der besonderen Art durften am Freitagabend die Zuschauerinnen und Zuschauer auf Hof Akkerboom beiwohnen. Rund 80 Besucherinnen und Besucher waren erschienen und eilig wurden noch Stühle organisiert, damit auch alle einen Sitzplatz in der Tenne fanden. Dass so viele Menschen bei dem herrlichen Wetter „reinschauten“, damit hatten die Organisatorinnen gar nicht gerechnet.

Aufgeführt wurde die Theaterperformance „Schau doch mal rein“. Dabei trafen die 8 Sechsklässler der Leif-Eriksson-Gemeinschaftsschule auf 5 Senioren der AWO- Seniorenwohnanlage. In einer gemeinsam mit den beiden Künstlerinnen Deborah Di Meglio und Kati Luzie Stüdemann erarbeitet Live- und Videoperformance wurde die Begegnung der Kinder mit den Senioren sichtbar gemacht und zeigte, wie sich die unterschiedlichen Lebenswelten begegnen und einander vorstellen.



 

 

 

 

 

 

 

 

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Akteure der Theraterperformance

 

Über mehrere Monate planten, filmten und trafen sich die Teenager Benedict, Julian, Ian, Yannick, Lavin, Dina, Roza Yad begleitet von ihrer Lehrerin Frau Keck und die Senioren Egon Mordhorst, Annemarie Schicke, Rosi Prutz, Ruth Ingwersen und Emmi Sprecht im Rahmen dieses Inklusionsprojektes.

Gefördert wurde die generationsübergreifende Theaterproduktion, deren Träger der Verein Hof Akkerboom ist, aus Mitteln des Projektes „Miteinander in Mettenhof“ für das das Amt für Soziale Dienste der Landeshauptstadt Kiel Fördergelder zur Verfügung gestellt hat.

Zu Beginn des Projektes bekamen die Kinder und die Senioren Videokameras und filmten ihre jeweilige Lebenswelt. Diese Videosequenzen wurden von Deborah Di Meglio zu kleinen Filmen zusammengeschnitten und im Laufe der Performance gezeigt.

In einem lockeren Dialog, der durch Katie Luzie Stüdemann angeleitet wurde, begegneten sich die Akteure auf der Bühne und stellten ihre ersten Begegnungen nach, in der die Kinder die Senioren alles fragen durften, was sie über das Leben im Alter wissen wollten.

Dabei hatten die Kinder ziemlich viele Fragen an die Älteren: „Wie das wohl so ist, alt zu sein und was kann man im Alter im Alter nicht mehr so gut? Habt ihr Freunde und könnt ihr nur noch Brei essen? Achtet ihr auf euer Äußeres und könnt ihr noch Sport machen? Seid ihr nicht immer traurig, weil ihr so vieles nicht mehr könnt?“

 

 

 

 

 

 

 

 

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Im Gespräch 

 

So fragte ein Mädchen eine ältere Dame von 90 Jahren, ob Sie denn auch Make-up verwende. „Na klar“, antwortet diese „sonst seh’ ich ja nicht mehr so gut aus“. Ihre Nachbarin war da ganz anderer Auffassung: „Ich hab das einmal probiert und sah aus wie ein Affe, für mich ist das nichts!“ Auch waren die Kinder sehr erstaunt, was die Älteren alles noch so um die Ohren haben: Theaterspielen, im Chor singen, Bingo oder Rollatortanz wurde da von den Senioren genannt „Oh ha, ihr habt ja mehr um die Ohren als wir!“ stellten die Kinder daraufhin fest.

Es gab wirklich eine Menge zu Lachen bei diesem Stück, aber auch Momente, die unter die Haut gingen und die Zuschauer in diesem fast familiären Rahmen anrührten. Es waren echte Momente der Begegnung, bei denen nichts geschauspielert oder aufgesetzt war.

Ganz großes Lob an alle Akteure, aber vor allem an die Kinder, die ihre Sache wirklich super gemacht haben. Man konnte förmlich spüren, dass sich dort zwischen den Generationen eine freundschaftliche Verbundenheit entwickelt hat, die sicherlich nicht mit dem gemeinsamen Auftritt beendet ist.

Aber nicht nur auf der Bühne konnte man das Zusammenbringen unterschiedlicher Lebenswelten wahrnehmen. Der Funke sprang auf das Publikum über und auch hier wurde durch die Begegnung irgendwie ein positives Gefühl des Miteinanders spürbar.

 

 

 

 

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