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Herr Metten und Frau Hofen - Vorsätze im Neuen Jahr

Metti und das neue Jahr

Moin Herr Metten, na Sie sehen ja gar nicht mal so fröhlich aus. Ich wünsche Ihnen ein schönes neues Jahr.

Ach Mensch Frau Hofen, das wünsche ich Ihnen auch. Ich weiß nur noch nicht, was daran gut sein soll. Fängt doch alles wieder so blöd an, wie es geendet hat.

Wieso, was ist denn mit Ihren guten Vorsätzen? Sie hatten doch so gute Pläne.

Och ist doch alles Schiete. Da wollte ich wenigstens mal an Silvester einen Lütten zwitschern und denn schmeckt mir das jetzt noch nicht mal mehr. Daran sind Sie Schuld. Sie müssen einem aber auch immer alles verderben.

Ach Herr Metten, sind Sie doch froh, dass Sie nicht mehr trinken müssen. Das ist doch gut.

 

 

Metti und Frau Hofen 

Metti und Frau Hofen

 

Ja ja, macht aber keinen Spaß. Und überhaupt dachte ich, ich kann mal wieder was arbeiten und büschen Geld verdienen. Aber da tut sich nichts, aber auch gar nichts.

Ja Metti, haben Sie sich denn irgendwo beworben? Nach Haus trägt Ihnen keiner einen Job.

Nö, hab ich nicht, musste man früher auch nicht. Das ging immer alles so.

Ja Herr Metten, früher hatten wir auch mal einen Kaiser. Sie könnten doch auch mal was für die Allgemeinheit tun. Dann hätten sie was um die Ohren.

Och nö, fangen sie bloß nicht wieder mit Ihrem ollen Ehrenamt an. Da macht man meistens viel und wird nicht bezahlt dafür. Außerdem dankt einem das doch keiner.

Und das wissen Sie so genau, weil Sie schon so viele Ehrenämter ausgeübt haben, oder? Jetzt könnten Sie sich doch mal um Flüchtlinge kümmern. Da hätten Sie eine tolle Aufgabe.

Och, hören Sie doch bloß auf. Sie gucken wohl kein Fernsehen, was? Für die mach ich gar nichts. Wüsste auch nicht was.

Metti, das glaube ich doch jetzt nicht. Weil da kriminelle Blödmänner wirklich Sauereien begangen haben, kann man doch nicht alle Flüchtlinge unter Generalverdacht stellen. Da sind Mütter mit Kindern, alte Leute und ganze Familien, die hier friedlich leben wollen. Denen muss man doch helfen.

Jo stimmt schon, aber ich weiß nicht, denn manche von den Männern sehen schon so unfreundlich aus. Da krieg ich ja Angst.

Ach was Metti, versuchen Sie es doch einfach mal und Sie werden sehen, dass Sie Freude daran haben werden. Sie tun was Gutes und das befriedigt Sie dann auch. Und Ihr Leben, das Ihnen gerade so düster erscheint, hat wieder einen Sinn. Wenn Sie so das neue Jahr beginnen, wird der Rest automatisch gut.

 

Na, wenn Sie das sagen. Ich probier das mal aus. Ich könnte ja Klamotten ausgeben oder Essen und so was. Deutschkurse kann ich nicht geben. Da bin ich nicht so versiert. Oh Mensch, wie ich mich ausdrücken kann, wusste ich ja gar nicht.

Na sehen Sie, Herr Metten. Das ist doch eine gute Idee, Sie werden das schon machen. Nun wünsche ich Ihnen noch einen schönen Tag und das neue Jahr wird jetzt bestimmt auch super.

Meistens haben Sie ja Recht, Frau Hofen. Und was machen Sie? Sie können mir ja helfen bei meiner neuen Aufgabe.

Bin schon dabei, Herr Metten. Wir sehen uns und tschüß.

Ja tschüß, olle Krei (das hat Metti geflüstert)

Text: Heidi Venker

Bild: Verena Rasa        


 

 

 

 

 

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