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Integration von Flüchtlingen - eine große Aufgabe für Kiel

Integration von Flüchtlingen: Kiel stellt sich der großen Aufgabe 

Tausende Flüchtlinge fanden 2015 den Weg nach Kiel. Für den größten Teil von ihnen war Kiel eine Station auf dem Weg nach Skandinavien oder in die Erstaufnahmeeinrichtung auf dem Nordmarksportfeld. Für rund 3000 Flüchtlinge trägt Kiel unmittelbar die Verantwortung für Unterbringung und Integration. Viele von ihnen werden sich in Kiel eine neue Existenz aufbauen.

Bei einem Pressegespräch informierte Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer gemeinsam mit Bürgermeister Peter Todeskino und den Stadträten Gerwin Stöcken und Wolfgang Röttgers sowie Stadträtin Renate Treutel darüber, wie Kiel im vergangenen Jahr mit der stark gestiegenen Zahl der Zuwanderer umging und wie die Stadtverwaltung der voraussichtlich anhaltend hohen Zahl begegnen will.



 

 

 

 

 

 

 

 

Ulf Kämpfer ist überzeugt: „Integration verlangt uns allen viel ab: der Stadtverwaltung, der Stadtgesellschaft und auch den Flüchtlingen. Jeder Bereich der Stadtverwaltung muss zur Integration beitragen. Wir nehmen diese große Aufgabe an und werden das gemeinsam hinbekommen. Wie gut und wie schnell Integration gelingt, hängt allerdings entscheidend davon ab, wie hoch die Zahl der Flüchtlinge ist, die zu uns kommen.“ Besondere Bedeutung kommt für Kämpfer der Organisation zu: „Integration braucht einen langen Atem. In diesem Jahr kommt es darauf an, die Voraussetzungen zu schaffen, um Integrations­prozesse zu ermöglichen. Alle, die etwas beitragen können, sind eingeladen, die Integration zu unterstützen.“

Der Oberbürgermeister begrüßt die aktuellen Überlegungen der Bundesregierung, anerkannten Asylbewerbern Wohnsitze verpflichtend zuzuweisen. „Zuweisungen ließen sich besser auf die Ressourcen der Kommunen abstimmen. Das Wohnortzuweisungsgesetz hat sich schon bei der gleichmäßigen Verteilung der Spätaussiedler als ein wirkungsvolles Steuerungsinstrument erwiesen, um die Leistungs- und Integrationsfähigkeit der Kommunen nicht zu überfordern.“

Im Hinblick auf die Stadtentwicklung ergänzt Bürgermeister Peter Todeskino: „Die Bauverwaltung arbeitet mit Hochdruck an der Identifizierung und Aktivierung von Bauflächen für den Zubau von bezahlbarem Wohnraum für Flüchtlinge und andere Wohnungssuchende, die sich hochpreisige Wohnungen nicht leisten können. Ziel der Stadtentwicklung muss es sein, vor allem die Verdichtungsräume in allen Kieler Stadtteilen zu nutzen, um eine Verteilung der Flüchtlinge im Stadtgebiet zu erzielen und so eine bessere Integration zu erreichen.“

Damit sich alle Menschen in ihrer Verschiedenheit in Kiel wohlfühlen und entfalten können möchte Gerwin Stöcken, Dezernent für Soziales, Gesundheit, Wohnen und Sport, ein Klima von Offenheit und Toleranz schaffen: „Unser Ziel muss ein gemeinsames Leben, Lernen und Arbeiten sein – von Anfang an. Wir brauchen gute Arbeitsplätze, die selbstständiges Leben für alle möglich machen, und wir brauchen Freizeitangebote, die durch Spiel und Spaß Toleranz und Zusammengehörigkeit fördern. Um das zu erreichen, ist unsere gesamte Gesellschaft gefordert – nicht zuletzt auch die Flüchtlinge selbst, die den Willen mitbringen müssen, durch eigene Anstrengungen verantwortliche und produktive Mitglieder unserer Gemeinschaft zu sein.“

 

 

 

 

Wolfgang Röttgers, Dezernent für Finanzen, Personal, Kultur und Ordnung, betonte, dass die Zusammenarbeit von Kommune, Land und Bund verbessert werden müsste: „Die Zuwanderungsabteilung wird in den kommenden Monaten darum bemüht sein, im schwierigen Bereich der Abschiebungen erfolgreicher zu sein. Dafür muss in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und dem Land an der Beseitigung extremer Hindernisse intensiv weitergearbeitet werden. Auf allen Ebenen müssen personelle Engpässe beseitigt und Verfahren zwischen Kommune, Bund und Land geklärt werden, so dass vor allem die Abläufe bei Abschiebungen und freiwilligen Ausreisen beschleunigt werden können.“

Universelle Angebote sind für Renate Treutel, Dezernentin für Bildung, Jugend und Kreative Stadt, ein guter Weg zu nachhaltiger Integration: „Je stärker wir kulturelle Vielfalt als Bereicherung unserer Gesellschaft zu nutzen verstehen, desto besser gelingt ein gutes Zusammenwachsen. Wir müssen sowohl die Integrationskraft aller Bildungseinrichtungen in Kiel nutzen, wie zum Beispiel die der Kitas, Schulen, Jugendeinrichtungen und Familienbildungsstätten, als auch das Potenzial der Kieler Hochschulen. Nachhaltiger als Exklusiv-Angebote für Geflüchtete sind solche, in denen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen gemeinsam aktiv sind. Vor allem hinsichtlich Offenheit und Toleranz können wir viel von unseren Lütten lernen, denn Kinder sind herrlich offen und unbeschwert im Umgang mit Neuem.“

 

 

 

 

 

 

 

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