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Kleine Entbehrung - große Wirkung, Einkauf ohne Plastiktüten

Kleine Entbehrung, große Wirkung

 

Heute möchte ich mal aus meiner Sicht eine Situation beschreiben, für die wir alle Verantwortung tragen sollten. So langsam bekommt man in diesen Tagen schon mal eine kleine Vorstellung davon, wie schön es wäre, wenn endlich der Frühling naht. Vor meinem Balkon steht ein schöner Baum. Ich freue mich jedes Jahr darüber, ihn langsam grünen zu sehen, und wie die kleinen Singvögel sich in ihm wohl fühlen. Doch in diesem Jahr ist es anders. Der Baum hängt voller Plastiktüten, die mal achtlos weggeworfen wurden. Mal hat sie der Wind in die Äste geweht und mal sind sie einfach von den Balkons geworfen worden. Da kann einem die Freude auf Frühling wirklich vergehen. Das sieht verheerend aus und für die Vögel ist es auch schlecht. Wir haben vor einigen Jahren bereits in der Redaktion mettenhof.de darüber berichtet. Doch dieses Problem wurde nun endlich im Jahr 2015 von der EU angegangen.

 

  Plastiktüten 

 

 Sie hat verfügt, dass die Mitgliedstaaten selbst entscheiden können, wie sie der Lage Herr werden wollen. Denn man muss sich mal vorstellen, dass ca. acht Millionen Tonnen Plastik die Weltmeere verschmutzen. Was das für Meerestiere- und Pflanzen bedeutet, muss man sicher nicht großartig erklären. Weltweit verbrauchen die Menschen 1 Billion Plastiktüten im Jahr. Bei uns in Deutschland sind es bundesweit 6,1 Milliarden Tüten im Jahr. Das heißt, dass jeder Bürger im Schnitt 76 Tüten im Jahr verbraucht.

 Das muss anders werden. Deutschland arbeitet daran, die Unternehmen davon zu überzeugen, für Einkaufstüten mindestens 30 Cent zu nehmen. Nur die kleinen Tüten beim Gemüsemann an der Ecke können dann noch umsonst ausgegeben werden. Sie sind sehr dünnwandig und deshalb leichter zu verwerten. Aber manche Händler haben die Plastiktüte bereits freiwillig aufgegeben und bieten stattdessen Stofftaschen an. Auch andere Textilhändler und Elektrogeschäfte sind bereit, in Zukunft Plastiktüten nur noch für mindestens 30 Cent abzugeben. Vielleicht dämmt das ja schon mal den Verbrauch dieser leidigen Dinger.
Meiner Meinung nach könnten wir alle ganz normale Einkaufstaschen, Körbe oder Stoffbeutel benutzen. Sicher kommt es vor, dass wir mal eine Tasche zu Haus vergessen haben und uns bleibt nur der Kauf einer Plastiktüte. Doch dann sollten wir wenigstens so schlau sein und sie auch in der Mülltonne für Plastikabfall entsorgen. Sie aber achtlos irgendwo fallen zu lassen und sich nicht mehr darum kümmern ist absolut keine Alternative. Die Natur wird dadurch unglaublich verschandelt und wie gesagt, kann es für Tiere lebensbedrohlich werden.
Ich möchte meinen Baum im Frühling wieder nur grün sehen und nicht bunt mit Plastiktüten verziert.

Text und Foto: Heidi Venker Redaktion mettenhof.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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