Bericht Ortsbeirat 9. März 2016

Sitzung des Ortsbeirates im März


Pünktlich um 19.30 Uhr eröffnete Sönke Klettner (SPD) die 520. Sitzung des Ortsbeirates (OBR) Mettenhof im Bürgerhaus. Nach kurzer Debatte waren die ersten drei Punkte rasch abgearbeitet. Zu Punkt 4 der Tagesordnung (TOP) „Einwohnerinnen und Einwohner fragen und regen an“ gab es dann folgende Fragen und Anmerkungen:


1.) Im Bereich der Stockholmstraße 12 wird eine neue Kindertagesstätte gebaut. Der Zugang soll laut einem Bürger über die kleine Stichstraße führen. Der Anwohner macht sich Sorgen um die Sicherheit der Kinder und schlägt vor, die Zuwegung umzuleiten. Der Ortsbeirat wird die Verwaltung der Stadt Kiel auffordern, die Planungen in einer Sitzung vorzustellen.

 

2.) Sogenannte 1 €-Jobber konnten einige Müllprobleme in der Stockholmstraße beheben. Die Kontaktaufnahme sei schwer gewesen, habe sich aber gelohnt. Nach Anfrage beim Ordnungsamt wurde auch der Müll um den Glaskontainer in der Stockholmstraße beseitigt.

 

 

 

Bürgerhaus 

Der Ortsbeirat tag im Bürgerhaus in der Vaasastr. 43 a

 
3.) Mehrere Anmerkungen gab es zum Bereich Stockholmstraße/Narvikstraße (Spielstraße)/Helsinkistraße. Dort sei ein vermehrtes Verkehrsaufkommen bemerkt worden sowie von PKW als auch von LKW. Dieses schade auf Dauer der Straßenabdeckung. Auch wurde festgestellt, dass Geschwindigkeitsregeln nicht beachtet werden würden. Das Tiefbauamt schließ es aber aus, dort Schwellen zu verlegen (Lärmbelästigung und Probleme für den Winterräumdienst). Auch ein Anlieger frei Schild sei nicht angebracht, da jeder ein Anlieger sei. Bisher, so das Ordnungsamt gab es keine Erhebung der Verkehrsentwicklung. Herr Mertens (FDP), hatte den Vorschlag, die Durchfahrt durch eine Reduzierung des zulässigen Gesamtgewichtes zu regulieren. Der OBR wir einen Ortstermin und eine Begehung des gesamten Bereiches fordern. Zudem soll eine Erhebung stattfinden, deren Ergebnisse, genau wie die der Geschwindigkeitsmessung, mitgeteilt werden sollen.


4.) Im Bereich Stockholm- Tromsöstraße werden dieses Jahr die 30 KM/H Markierungen erneuert, dieses berichtete der Vorsitzende Klettner.


5.) Jens Lankutis vom Kinder- und Jugendbauernhof der AWO informierte den OBR, dass es immer noch keinen neuen Zuwendungsvertrag gäbe. Der aktuellste lief bis 2014. Es besuchen jährlich ca. 37000 Menschen den Hof. Da ist es mehr als verständlich, dass Planungssicherheit benötigt wird. Und das nicht nur für ein Jahr, sondern für mindestens drei Jahre. Der Hof ist ein freizeitpädagogisches Angebot, welches enorm wichtig für Mettenhof ist. Lankutis befürchtet sogar, dass er gar keinen Vertrag erhalten könnte. Der OBR wird den Sachstand schnellstmöglich prüfen und bekundet gegenüber der Stadt den Willen, den Vertag für mindestens 3 Jahre vorzulegen.


Interessante Informationen über die Karl-Heinz Howe-Simon Fiedler Stiftung trug die Projektleitung Frau Gesa Rogowski vor. Die Stiftung sorgt für mehr Lebensqualität im Alter für hilfsbedürftige Menschen in Kiel. Sowohl die über 30 Kooperationspartner als auch Einzelpersonen (über die Seniorenlotsen) können Hilfe für Betroffene anfordern. So wird recht unbürokratisch und schnell z.B. mit einem Kühlschrank, einen Wintermantel, Renovierungen, Tierarztbesuchen, Fußpflege oder auch palliativer Fürsorge geholfen. Auch Projekte werden gefördert. So in der hiesigen Kirchengemeinde der Rollatortanz. Aber auch tiergestützte Therapie, Clowns, der Senioren-Aktiv-Treffoder das AWO Musiktheater im AWO-Servicehaus werden ermöglicht. Im vergangenen Jahr wurden Hilfen in Höhe von 140000€ gewährt. Ansprechpartnerin ist Frau Rogowski, Telefon 0431-530 07 025.

   

Unter dem Tagesordnungspunkt „Eingänge und Mitteilungen“ verlaß Klettner Antworten der Verwaltung zu Fragen aus den letzten Sitzungen. So sehe die Stadt bei der Ampel Vaasastr.-Skandinaviendamm keinen Handlungsbedarf, da es sich hier um keinen Unfallhäufungspunkt handele. Die Vorschläge Linksabbiegerpfeile einzurichten, einen Countdown zu schalten oder die Ampelschaltung zu verändern wurden allesamt abgelehnt.


Das heikle Thema „Fortbestand des Stadtteilbüros Mettenhof“ beschäftigte auch heute den Ortsbeirat. Für Verwunderung sorgte die Tatsache, dass der Antrag des Ortsbeirates Mettenhof aus einer Vergangenen Sitzung im Rat einstimmig abgelehnt wurde. Die Begründung hierfür sei eine angeblich falsche Form des Antrages, so das Rechtsamt der Landeshauptstadt Kiel. So gelte jetzt die ursprüngliche Vorlage von Stadtrat Gerwin Stöcken, SPD (wir berichteten). Wenig Verständnis hierfür hatte Dirk Schrödter, der erwartet, dass Anträge des Ortsbeirates ernst genommen werden müssen. Einig war man sich, dass es ein großer Erfolg für Mettenhof sei, dass das Stadtteilbüro unbefristet fortbestände dennoch müsse sich Stöcken an seinen Worten messen lassen und es werde eine ausführliche Berichterstattung erwartet.


Anschließend berichtete Frau Claudia Fröhlich von ebendiesem Stadtteilbüro, dass der zweite Förderzeitraum des Mettenhoffonds begonnen habe und alle 4 gestellten Förderanträge bewilligt worden sein. So wird es in der AWO KITA Sibeliusweg künftig 2 x im Monat ein Eltern-Kind-Kochen für Flüchtlinge geben. Auch das Jugendbüro Mettenhof wird bei einem Fußballprojekt unterstützt, genauso wie eine Kulturrally und ein Sprachprojekt.


Um 21.00 Uhr schloss der Vorsitzende die Versammlung mit dem Verweis auf die nächste Sitzung am 13.04.2016 um 19.30 Uhr im Bürgerhaus, Vaasastr.43a.


Max Larsen

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