„Kieler Modell" erfreut sich bundesweiter Nachfrage
Das Kieler Standesamt hat die ersten personenstandsrechtlichen Geburtsanzeigen in Kiel digital, maschinenlesbar und rechtssicher übermittelt. Mit dem „Kieler Modell" setzt die Landeshauptstadt einen bundesweit beachteten Meilenstein in der Digitalisierung.
In enger Zusammenarbeit mit dem Städtischen Krankenhaus (SKK), dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) und externen Dienstleister*innen haben das Kieler Standesamt und die Stabsstelle Digitalisierung das Verfahren entwickelt. Im Mittelpunkt steht dabei eine durchgängige, maschinenlesbare (M2M) und rechtssichere digitale Prozesskette für die Geburtsanzeige in Deutschland. Damit wurde ein Verwaltungsverfahren, das seit fast 150 Jahren nahezu unverändert papiergebunden geblieben ist, grundlegend modernisiert.
Das „Kieler Modell" vereinfacht die Geburtsanzeige für alle Beteiligten. Familien profitieren von automatisch erstellten und zugestellten Urkunden. Hebammen und Krankenhäuser werden von fehleranfälligen Papierprozessen entlastet und Standesämter können die Anzeigen deutlich schneller prüfen, sicher verarbeiten und effizienter beurkunden. Das Klinikum Region Hannover in Niedersachsen hat das Verfahren bereits übernommen. Weitere Interessensbekundungen liegen vor.
Jonas Dageförde, Leiter der Stabsstelle Digitalisierung der Landeshauptstadt Kiel, betont: „Die digitale Geburtsanzeige zeigt, was Digitalisierung ermöglicht: Sie schenkt Menschen Zeit und macht den Service für alle Beteiligten spürbar besser. Dass unser Kieler Modell jetzt bundesweit zum Einsatz kommt, ist ein starkes Signal – moderne Lösungen können sofort Mehrwert schaffen und weit über Kiel hinauswirken."
Oberbürgermeister Ulf Kämpfer ergänzt: „Die digitale Geburtsanzeige ‚made in Kiel' ist eine tolle Entlastung der Eltern von unnötiger Bürokratie. Besonders freut mich, dass das in Kiel entwickelte Verfahren auch in anderen Bundesländern auf großes Interesse stößt und bereits übernommen wird. Das zeigt, dass kommunale Digitalisierung dann besonders wirksam ist, wenn sie praxistauglich, rechtssicher und übertragbar gestaltet wird."
SKK-Geschäftsführerin Nicole Schröder erklärt: „Das digitale Verfahren steigert die Effizienz unserer Mitarbeitenden. Gleichzeitig ermöglicht der vollständige Verzicht auf Papier spürbare Kosteneinsparungen – ein klarer Mehrwert für alle Beteiligten."
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