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Kieler Informationssysteme für alle Sinne:

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KISS-Kiel im ÖPNV hilft
Blinden und Sehenden 

Für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen ist die Orientierung im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) schwer: Wann hält der nächste Bus an dieser Haltestelle? Welcher Bus kommt da gerade angefahren? Und wo genau hält er an der Haltestelle? Mit dem Projekt KISS-Kiel (Kieler Informationssysteme für alle Sinne) soll Blinden ebenso wie Sehenden die Orientierung im ÖPNV erleichtert werden. Dafür gibt es Fördermittel des Bundes.

Der Eigenbetrieb Beteiligungen der Landeshauptstadt Kiel ist Aufgabenträger für den ÖPNV in der Stadt. Er hat jetzt eine Fördermittelzusage über knapp 650.000 Euro vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr im Rahmen des Förderprogramms Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme erhalten. Damit engagiert der Bund sich mit 80 Prozent beim Projekt KISS-Kiel im ÖPNV, das insgesamt ein Volumen von rund 810.000 Euro aufweist.

KISS-Kiel ist eine Fortführung bestehender Digitalisierungsprojekte im Kieler ÖPNV. Die Arbeiten umfassen zum einen die Erweiterung der DyFIS® Talk App um die Anzeige des Regionalverkehrs. Die App zeigt für alle Haltestellen in Kiel schon seit 2018 die Abfahrtszeiten der KVG-Fahrzeuge in Echtzeit an. Ein Vorlesen der Informationen per Text-to-speech ist möglich.

Zum anderen wird eine neue App eingeführt, die speziell auf die Anforderungen von sehbehinderten und blinden Menschen im ÖPNV zugeschnitten ist. Damit sollen diese Personen das richtige Fahrzeug an der Haltestelle finden, ohne um Hilfe fragen zu müssen. Dazu muss technische Ausrüstung (unter anderem Bluetooth-Sender) in alle 210 Busse der KVG eingebaut werden. Das System wird von vornherein so entwickelt, dass andere Verkehrsunternehmen daran teilnehmen können, wenn die Busse entsprechend ausgestattet werden.

Des Weiteren wird vor dem Haupteingang des Universitätsklinikums ein dynamischer Fahrgastinformationsanzeiger aufgestellt, wie er an vielen Kieler Haltestellen steht. Neue Anzeigen in den Ausgangsbereichen des Rathauses machen künftig auf die Abfahrtszeiten der Busse an den Haltestellen in der Nähe aufmerksam.

Zudem werden bestehende Anzeigen in Gebäuden der Fachhochschule Kiel so vernetzt, dass sie ebenfalls die Abfahrtszeiten des ÖPNV in der Nähe anzeigen. Damit wird auch das seit 2020 laufende Projekt „Digitale Fähre" ergänzt, das die Voraussetzung schafft, die Fahrzeiten der Fördeschifffahrt in Echtzeit anzuzeigen.

Die Umsetzung von KISS-Kiel ist bis Ende 2024 geplant. Insbesondere der Einbau der Technik in die KVG-Busse bei laufendem Betrieb muss in der Werkstatt gut eingetaktet werden.

Damit die vielen neuen Digitalisierungsprojekte optimal genutzt werden können, gibt es 2024 in allen Ortsbeiratsbezirken Informationen dazu. Hierzu wird vom Bund eine Stelle für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit mitgefördert.

Verantwortlich für diesen Pressetext:

Landeshauptstadt Kiel, Pressereferat;

Pressesprecherin Kerstin Graupner
Redaktion dieser Meldung: Arne Gloy,
Telefon (0431) 901-2406;
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Pressemeldungen der Stadt stehen online unter www.kiel.de/presse
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