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Raus aus dem Rathaus, rein ins Gespräch: OB Yilmaz zieht Bilanz der Tiny-Rathaus-Tour

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Sieben Stationen, sechs Tage und insgesamt mehr als zwölf Stunden im direkten Austausch mit den Kieler*innen: Oberbürgermeister Samet Yilmaz zieht Bilanz seiner Tiny-Rathaus-Tour. Von Dietrichsdorf und Elmschenhagen über die Wik und Holtenau bis nach Gaarden, Mettenhof und auf den Rathausplatz war Yilmaz im August und September gemeinsam mit Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung vor Ort.

„Ich wollte raus aus dem Rathaus und dorthin, wo die Menschen sind. Nach diesen Wochen nehme ich vor allem eines mit: Die Kieler*innen schätzen es, wenn ihr Oberbürgermeister sichtbar und ansprechbar ist, zuhört und sich Zeit für den Austausch nimmt", sagt Yilmaz.

Los ging es am 4. August auf dem Helmut-Hänsler-Platz in Dietrichsdorf. Es folgten der Andreas-Hofer-Platz in Elmschenhagen, der Famila-Parkplatz in der Wik, der Eckenerplatz in Holtenau, der Vinetaplatz in Gaarden, der Kurt-Schumacher-Platz in Mettenhof und zum Abschluss am 21. September der Rathausplatz. 

Die Themen waren so unterschiedlich wie die Stadtteile selbst. Es ging um Verkehr und Wohnen, Sauberkeit und Sicherheit, soziale Fragen und um ganz konkrete Probleme vor der eigenen Haustür. In der Wik und in Holtenau spielte beispielsweise der Standortdialog mit der Bundeswehr eine wichtige Rolle. Bei verschiedenen Stationen waren Mitarbeiter*innen aus unterschiedlichen Bereichen der Verwaltung dabei und konnten ihr Fachwissen direkt vor Ort einbringen.

Viele Anliegen nahm der Oberbürgermeister mit zurück ins Rathaus. Manche konnten schnell geklärt oder an die zuständigen Stellen weitergegeben werden. Andere sind komplizierter und brauchen Zeit. Wieder andere liegen nicht oder nicht allein in der Verantwortung der Stadt.

„Nah an den Menschen zu sein heißt für mich nicht, für jedes Problem eine schnelle Lösung zu versprechen. Manche Dinge können wir lösen, andere brauchen einen längeren Atem. Und manchmal müssen wir auch ehrlich erklären, warum etwas nicht möglich ist. Entscheidend ist: Wir hören zu, erklären und kümmern uns dort, wo wir als Stadt etwas bewegen können", so Yilmaz.

Neben den Sachthemen sind Yilmaz besonders die persönlichen Begegnungen in Erinnerung geblieben. In Elmschenhagen kam sein früherer Ausbildungsleiter vorbei. Auch eine ehemalige Mitarbeiterin aus dem Sekretariat seiner Schule besuchte ihn und erzählte ihm, wie stolz sie auf seinen Weg sei.

In Mettenhof berichtete eine Kielerin, dass ihr die Wahlergebnisse in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt Sorgen bereiteten und sie sich Gedanken um die Zukunft ihrer Kinder mache. Auf dem Rathausplatz kam eine andere Kielerin mit einem konkreten Anliegen auf den Oberbürgermeister zu und freute sich zugleich darüber, ihn unmittelbar ansprechen zu können.

„Solche Begegnungen haben mich besonders beschäftigt und bestärkt. Menschen wollen Politik nicht einfach vorgesetzt bekommen. Sie wollen gehört werden, Fragen stellen, auch widersprechen und verstehen, warum Entscheidungen getroffen werden. Gerade in politisch herausfordernden Zeiten ist es wichtig, dass wir miteinander im Gespräch bleiben", sagt Yilmaz.

Für den Oberbürgermeister ist die Tiny-Rathaus-Tour deshalb mehr als eine Reihe von Bürger*innensprechstunden. Sie ist auch ein Blick von außen auf die Arbeit des Rathauses: Was beschäftigt die Menschen vor Ort? Wo fehlen Informationen? Was können wir besser machen? Und welche Perspektiven müssen wir bei unseren Entscheidungen stärker berücksichtigen?

Yilmaz dankt den Kieler*innen, die an den sieben Stationen das Gespräch gesucht haben, sowie den Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung und der KielRegion, die die Termine vorbereitet und begleitet, das Tiny Rathaus auf- und abgebaut und die mitgenommenen Anliegen anschließend weiterbearbeitet haben: „Nicht jedes Anliegen ist kommunal und nicht jedes Problem können wir sofort lösen. Aber wir tragen gemeinsam Verantwortung dafür, wie die Menschen unsere Stadt und unser Zusammenleben erleben. Für mich steht deshalb fest: Ich bleibe nah an den Menschen. Ich will zuhören, erklären und gemeinsam nach Lösungen suchen. Ein Rathaus darf nicht nur darauf warten, dass die Menschen zu uns kommen. Wir müssen auch selbst rausgehen."

Fotos von der Tiny-Rathaus-Tour von OB Samet Yilmaz finden Sie hier in unserer Bilddatenbank.

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